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DIE GELDWERKSTATT


DIE GELDWERKSTATT von Holger Lang © Alle Rechte vorbehalten                            Impressum | Disclaimer

Problem

Das Problem fängt schon damit an, dass Geld nur durch Verschuldung überhaupt entsteht. Ohne Verschuldung, kein Geld.


Jeder vorhandene Euro wurde uns in Wahrheit nur geliehen. Theoretisch müssten wir also jeden Euro wieder zurückbezahlen. Dann wäre aber auch kein Geld mehr und die Wirtschaft käme zum Erliegen.


Was aber nicht verschwunden wäre, ist die Zinsschuld, denn das Geld dafür ist letztlich nie entstanden. Es wurde ja nicht mit dem Kredit mitverliehen, sondern kann nur durch neue Kredite, durch weitere Verschuldung überhaupt entstehen. Mehr Schulden, mehr Geld. Mehr Geld, mehr Schulden. Eine Schuldenspirale, die erst dann zum Erliegen kommt, wenn niemand sich mehr verschulden kann. Dann bricht das System zusammen.


Schulden muss man sich aber bekanntlich leisten können. Schulden müssen gedeckt sein. Durch mehr Güter und ein höheres Einkommen. Da die Schulden ständig steigen müssen, brauchen wir also auch immer mehr Wirtschaftswachstum. Und lässt sich dieses nicht mehr hinreichend erzielen, dann müssen die Dinge eben schneller kaputt gehen oder kaputt gemacht werden (Krieg), damit man sie dann wieder neu produzieren kann.



Beim Brett-Spiel „Monopoly“ und dem Gesellschaftsspiel „Reise nach Jerusalem“ kann man mehr über unser Geld- und Finanzsystem lernen als in einem Studium der Volkswirtschaftslehre.




Inflation und ständig steigende Verschuldung ist kein Zufall, sondern systemimmanentes Prinzip.

(Holger Lang)

Inflation (=> Ausweitung der Geldmenge = Anstieg der Verschuldung) ist also kein Zufall! Im Gegenteil! Die Geld- gleich Schuldenmenge muss immer weiter anwachsen. Ansonsten droht eine deflationäre Krise mit hoher Arbeitslosigkeit und Massenverelendung.


Irgendjemand muss sich in diesem System immer verschulden. Und wenn es nicht der private Sektor (Unternehmen, Haushalte) ist, dann muss eben der Staat und/oder das Ausland (=> Exportüberschüsse) die notwendige Verschuldung übernehmen. Bis auch diese dies nicht mehr können oder wollen. Dann heißt es über kurz oder lang: Game over!


„Merk Würdig“
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